Guben

In Guben (ehemals “Wilhelm-Pieck-Stadt” Guben) streitet man sich aktuell (März 2013) um den Erhalt des Denkmals an den ersten Präsidenten der DDR, der aus Guben stammte.

Bislang verfällt das Denkmal, es ist -wie immer- kein Geld da, um es zu sanieren oder wenigstens zu erhalten.

In der Neiße-Stadt tobt heftiger Streit darüber, ob das Denkmal saniert oder abgerissen werden soll. Mindestens 110 000 Euro würde die Instandsetzung kosten – Geld, das die Stadt nicht hat.

Formal steht dafür* – angeführt von SPD und CDU – eine Mehrheit bei den Stadtverordneten. Einzig die Linke will das Denkmal erhalten. „Pieck ist Teil der Geschichte. Abrisse machen uns geschichtslos“, warnt Peter Stephan, der für die Linke im Stadtrat sitzt.

* (für den Abriss, Anm.d.Red.)

Wie Ralph Paschke vom Landesdenkmalamt sagt, ist der Gubener Beton-Pieck auch „Ausweis einer Gedenkkultur der DDR“. Und die gelte es zu bewahren.

Quelle: MAZ vom 22.03.2013

Anlass für uns, das vom Abriss bedrohte Denkmal zu besuchen und zu dokumentieren, was davon noch übrig ist. Auch wenn der Mythos um Wilhelm Pieck längst verfolgen ist, war er doch einst der erste Mann im Staate DDR. Und auch dies ist Geschichte Teil unseres Landes. Dazu sollte Stellung bezogen werden, auch wenn es nicht (mehr) populär ist. Es gibt ja auch Bismarck-Schulen, Hindenburg- und Rommel-Kasernen

PS. Wie uns bekannt wurde, erstrahlt das Denkmal seit Mitte Dezember 2014 im neuen Glanz. Weitere Infos hier: www.lr-online.de/Guben